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Campus Verlag
Leseprobe
"Kompensation der Nachteile durch Tele-Tutoring
Tele-Tutoring: Ziel und technische Umgebung
Im Tele-Tutoring erhält der Lernende die Möglichkeit, sich mit einem Fachmann in Verbindung zu setzen, der ihn bei Fragen oder Schwierigkeiten mit dem Lernprogramm berät. Wenn dieser nicht vor Ort ist - dies ist der Regelfall in der Praxis - spricht man von einem Tele-Tutor.
Entscheidend für die Qualität des Tele-Tutoring ist die Qualität der Kommunikationssituation. Diese ist wiederum abhängig von der bestehenden DV-Struktur des Unternehmens und kann von der wenig authentischen Telefonverbindung bis zum realistischen Video- Conferencing über Breitband-ISDN reichen.
Beim Tele-Tutoring sollen die Lernenden die Vorteile des selbstgesteuerten Lernens mit einem Computerlernprogramm voll nutzen können. Gleichzeitig sollen durch das Tele-Tutoring die Nachteile des selbstgesteuerten Lernens mit dem Computer im Lernhandeln und bei der Aufrechterhaltung der Motivation so weit wie möglich re duziert werden. Dies geschieht dadurch, daß Lernende bei Bedarf auf einen Trainer zurückgreifen können, mit dem sie individuell Fragen und Probleme zum Lernprogramm klären können. Darüber hinaus haben Tele-Tutor/innen die Funktion, die Lernenden bei der Bearbeitung des Lernprogramms zu motivieren.
Das einfachste Tele-Tutoring-System ist das Telefon. Es kann bei einfachen Fragen durchaus ausreichend sein. Oftmals ist es von großem praktischen Nutzen, wenn der Lernende dem Tutor das Problem, welches er an seinem Bildschirm besitzt, konkret schildern kann. Dazu muß der Tutor den Bildschirm des Lernenden sehen können. Dies stellt den Ausgangspunkt für die Entwicklung der Tele-Tutoring-Systeme dar. Lernende und Tele-Tutor/innen teilen sich über eine beliebige Entfernung hinweg den Bildschirm und können sogar gemeinsam ein Programm bedienen. In der Fachsprache werden diese Möglichkeiten als Window Sharing("die Anwendungen werden geteilt und sind auf beiden Bildschirmen sichtbar") und als J oint Working ("gemeinsames Arbeiten an der Anwendung") bezeichnet.
Beispiel eines Tele-Tutoring-Systems
Das System RTM (Remote Tutoring and Monitoring), welches von der Abteilung ZFE der Firma Siemens AG entwickelt wurde, realisiert sowohl das Window Sharing als auch das Joint Working (Geyken & Mandl, 1993).
Der Lernende ist mit dem Tutor über eine ISDN-Leitung verbunden. Damit können sowohl Audiosequenzen (über den Audio-Kanal) als auch Datensequenzen (über den Datenkanal) übertragen werden.
Der Verbindungsaufbau erfolgt menügesteuert, indem der Lernende die Nummer der Tutorstation anwählt. Damit wird zunächst einmal ein Audiokontakt hergestellt. Zusätzlich kann der Lernende dann "seine" Anwendung dem Tutor schicken. Das gemeinsame Arbeiten kann nun beginnen. Dabei
- können sich Lernende und Tele-Tutor/innen die speziellen Details der Anwendung mit der Maus zeigen;
- können die Lernenden den Tele-Tutor/innen ihre Probleme anschaulich an ihrer eigenen Anwendung zeigen;
- können di e Tele-Tutor/innen dem Lernenden die Musterlösung auf dem Programm des Lernenden direkt und für den Lernenden unmittelbar anschaulich zeigen ..."
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