Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Sonstige Ethnologie-Bücher
Autor:
Brigitta Hauser-Schäublin, Vera Kalitzkus, Imme Petersen, Iris Schröder
Herausgeber:
Campus Verlag
Erscheinungsdatum:
11.12.2020
Organtransplantationen bieten die Möglichkeit, das Leben todkranker Menschen zu verlängern; Reproduktionsmedizin verhilft "ungewollt kinderlosen" Paaren zu Nachwuchs. Beide Technologien, die den Körper, Körperteile und -substanzen zum Gegenstand haben, greifen tief in Leben und Tod von Menschen ein. Sie verändern das Leben insgesamt. Die Grundlage des Buches bildet eine empirische Studie über den Umgang und die Bedeutung dieser Humantechnologien in Deutschland aus der Perspektive von Ärzten und Pflegepersonal, von Rat suchenden Ehepaaren sowie von Organempfängern und Angehörigen von Organspendern.
Autorentext
Brigitta Hauser-Schäublin ist Professorin em. für Ethnologie an der Universität Göttingen. Vera Kalitzkus, Dr. disc. pol., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Imme Petersen, Dr. disc. pol., ist Soziologin an der Technischen Universität Braunschweig. Iris Schröder, Dr. disc. pol., ist Ethnologin.
Inhalt
Aus dem Inhalt: Einleitung Die Rahmenbedingungen der Humantechnologien Technisch-wissenschaftliche Voraussetzungen Besonderheiten des Körperbildes: Regionalisierung und Parzellierung Die gesellschaftlichen Voraussetzungen: juristische Rahmenbedingungen Abläufe: Diagnosen und Möglichkeiten der Behandlung "Sterilität" und ihre Behandlung Transplantation von Organen "Hirntod" und "Organspender" Organverteilung und Organempfänger Krankenversicherung: Die Kostenfrage und Recht auf Behandlung Die raum-zeitliche Organisation der Humantechnologien Der Körper Kulturspezifischer Umgang mit Körper Strategien der Objektivierung und Routinisierung Der standardisierte körperliche Kontakt im Klinikalltag Sprache und Kommunikation zwischen Professionalisierung und Intimität in der Reproduktionsmedizin Die Perspektive von Ärzten und Ärztinnen Die Perspektive von Patienten und Patientinnen Der Umgang mit Organtransplantation in der Praxis Der "Hirntod" als Legitimation der Chirurgen Das Pflegeperson al im Umgang mit "hirntoten" Menschen Die Übernahme des klinischen Blickes' von "Organempfängern" Der Leib Leib und Leiblichkeit Kinderlosigkeit und Leiblichkeit Die Leiblichkeit des Nächsten im Zustand des "Hirntodes" Veränderte Leiblichkeit nach der Transplantation Prozesse der Schaffung gesellschaftlicher Akzeptanz Wissenschaftliche Erkenntnis und politische Meinungsbildung Embryonen und reproduktive Technologien "Hirntod" und die Auseinandersetzung um das Lebensende Das Menschenbild in der politischen Diskussion Begrifflichkeiten zwischen konkurrierenden Werten "Spenden" und "Geschenke" zwischen sozialen Beziehungen und Waren Propagieren der humantechnologischen Möglichkeiten und die Qual der Wahl "Kinderwunsch" und der Zwang zur Entscheidung Transplantationsmedizin: Die Qual der Wahl Die Wahl aus der Sicht der Transplantationschirurgie Die Situation' der Angehörigen von "Hirntoten" Die Empfänger: wenn eigentlich keine Wahl mehr übrig bleibt Leiblich-körperliche Identität, s oziale Beziehungen und Gesellschaft Der Widerspruch der Diskurse Leibliche Identität Körperliche Identität Soziale Beziehungen Neue Formen sozialer Organisationen Die Vergesellschaftung des Körpers und seiner Teile Das "Geschenk" als Schuld Organe und "Soziale Verteilungsgerechtigkeit" Humantechnologien und Gesellschaft ohne Grenzen Anhang Das Embryonenschutzgesetz Das Transplantationsgesetz Die Modelle der Zustimmung oder Ablehnung für eine Organentnahme
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