Die Masken des Königs

Die Masken des Königs

Einband:
Paperback
EAN:
9783593505329
Genre:
Künstler- & Schriftsteller-Biografien
Autor:
Andreas Pecar
Herausgeber:
Campus Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:
31.03.2016

Inszenierungen eines Selbstdarstellers

Friedrich II. von Preußen galt seinen Zeitgenossen und der Nachwelt stets als Ausnahmeerscheinung. Zu diesem Bild trug - neben seinen militärischen Aktivitäten - seine Philosophenrolle bei, die er sich als Kronprinz aneignete und auch als König immer hervorhob. In der Öffentlichkeit meldete er sich mit zahlreichen, in französischer Sprache verfassten Schriften zu Wort. Diese zieht man heute noch heran, um aus ihnen Aussagen über die politischen Ansichten und den Charakter des Königs abzuleiten. Dabei wird meist übersehen, dass es sich bei ihnen um Instrumente der politischen Kommunikation und Rhetorik handelte, nicht um persönliche Bekenntnisse.

Andreas Peèar deutet die Schriften erstmals konsequent als Selbstinszenierungen, die Friedrich II. in verschiedenen Kontexten an verschiedene Adressaten richtete, um so bestimmte politische Wirkungen zu erzielen. Das Buch leuchtet die Traktate genau aus und legt damit die politischen Zielsetzungen offen, die Friedrich in seiner langen Regierungszeit verfolgte.

Inszenierungen eines Selbstdarstellers
Friedrich II. von Preußen galt seinen Zeitgenossen und der Nachwelt stets als Ausnahmeerscheinung. Zu diesem Bild trug neben seinen militärischen Aktivitäten seine Philosophenrolle bei, die er sich als Kronprinz aneignete und auch als König immer hervorhob. In der Öffentlichkeit meldete er sich mit zahlreichen, in französischer Sprache verfassten Schriften zu Wort. Diese zieht man heute noch heran, um aus ihnen Aussagen über die politischen Ansichten und den Charakter des Königs abzuleiten. Dabei wird meist übersehen, dass es sich bei ihnen um Instrumente der politischen Kommunikation und Rhetorik handelte, nicht um persönliche Bekenntnisse.
Andreas Peèar deutet die Schriften erstmals konsequent als Selbstinszenierungen, die Friedrich II. in verschiedenen Kontexten an verschiedene Adressaten richtete, um so bestimmte politische Wirkungen zu erzielen. Das Buch leuchtet die Traktate genau aus und legt damit die politischen Zielsetzungen offen, die Friedrich in seiner langen Regierungszeit verfolgte.

»In its widely ranging and fascinating analysis of the political aims pursued by the Prussian monarch in his writings, Die Masken des Königs has uncovered and reclaimed an understudied aspect of an otherwise well-researched figure. []Andreas Pecar is to be commended for bringing to light hitherto vague features of the output of a monarch who has been traditionally regarded as a major figure of the Enlightenment whatever one may think of this controversial term.«, Research Center Sanssouci, 11.04.2017

Autorentext
Andreas Peèar ist Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprecher des Landesforschungsschwerpunkts »Aufklärung Religion Wissen« und Mitglied im Direktorium des Europäischen Aufklärungszentrums (IZEA).

Klappentext
Inszenierungen eines Selbstdarstellers

Friedrich II. von Preußen galt seinen Zeitgenossen und der Nachwelt stets als Ausnahmeerscheinung. Zu diesem Bild trug - neben seinen militärischen Aktivitäten - seine Philosophenrolle bei, die er sich als Kronprinz aneignete und auch als König immer hervorhob. In der Öffentlichkeit meldete er sich mit zahlreichen, in französischer Sprache verfassten Schriften zu Wort. Diese zieht man heute noch heran, um aus ihnen Aussagen über die politischen Ansichten und den Charakter des Königs abzuleiten. Dabei wird meist übersehen, dass es sich bei ihnen um Instrumente der politischen Kommunikation und Rhetorik handelte, nicht um persönliche Bekenntnisse.
Andreas Peèar deutet die Schriften erstmals konsequent als Selbstinszenierungen, die Friedrich II. in verschiedenen Kontexten an verschiedene Adressaten richtete, um so bestimmte politische Wirkungen zu erzielen. Das Buch leuchtet die Traktate genau aus und legt damit die politischen Zielsetzungen offen, die Friedrich in seiner langen Regierungszeit verfolgte.

Zusammenfassung
Inszenierungen eines Selbstdarstellers
Friedrich II. von Preußen galt seinen Zeitgenossen und der Nachwelt stets als Ausnahmeerscheinung. Zu diesem Bild trug neben seinen militärischen Aktivitäten seine Philosophenrolle bei, die er sich als Kronprinz aneignete und auch als König immer hervorhob. In der Öffentlichkeit meldete er sich mit zahlreichen, in französischer Sprache verfassten Schriften zu Wort. Diese zieht man heute noch heran, um aus ihnen Aussagen über die politischen Ansichten und den Charakter des Königs abzuleiten. Dabei wird meist übersehen, dass es sich bei ihnen um Instrumente der politischen Kommunikation und Rhetorik handelte, nicht um persönliche Bekenntnisse.
Andreas Peèar deutet die Schriften erstmals konsequent als Selbstinszenierungen, die Friedrich II. in verschiedenen Kontexten an verschiedene Adressaten richtete, um so bestimmte politische Wirkungen zu erzielen. Das Buch leuchtet die Traktate genau aus und legt damit die politischen Zielsetzungen offen, die Friedrich in seiner langen Regierungszeit verfolgte.

Leseprobe
Vorwort
Dieses Buch hat eine längere Entstehungsgeschichte. Es war zuerst der schottische und später englische König Jakob VI./I., dessen Schriften als Instrumente politischen Handelns ich im Rahmen meiner Habilitation untersucht habe. Die Tagungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in der Reihe Friedrich300 im Vorfeld der Wiederkehr des 300. Geburtstages Friedrichs II. gaben mir Anlass, mich nun auch den Schriften des Preußenkönigs zu widmen und diese als politische Sprechakte zu analysieren. Seitdem sind einige Aufsätze zu diesem Thema entstanden, die auch in diesen Band Eingang gefunden haben: So geht das Kapitel über die Geschichtsschreibung seiner Dynastie (Kapitel 3) sowie über die militärischen Schriften (Kapitel 7) auf frühere Studien zurück. Dies trifft auch zu für meine Ausführungen zum Antimachiavell (Kapitel 2). Gleichwohl habe ich in diesem Buch erstmals versucht, Friedrichs Autorschaft in ihrer Vielfalt darzulegen und die ihr zugrunde liegenden politischen Strategien systematisch zu rekonstruieren. Damit ist das Ziel des vorliegenden Buches benannt.
Zahlreiche Personen haben mir bei der Fertigstellung dieser Studie geholfen. Zunächst und vor allem möchte ich Jürgen Luh danken, der mich ermunterte, mich Friedrichs Schriften zuzuwenden, und der mir in zahlreichen Gesprächen ein wertvoller Ideengeber war. Damien Tricoire danke ich für seine kritische Lektüre und zahllose Verbesserungsvorschläge. Grischa Nehls danke ich für die formale Einrichtung des Manuskripts. Und nicht zuletzt danke ich allen Gesprächspartnern und den Studenten der Universität Halle, die wertvolle Hinweise beisteuerten.
Halle (Saale), den 25. Oktober 2015
Andreas Pecar


1. Einleitung: Friedrich II. - ein Schauspieler?

Friedrich II. hat sich über Historiker nicht eben positiv geäußert. Er hielt sie für Aktenfresser und Pedanten, die nicht in der Lage seien, der Vergangenheit die wesentlichen Weisheiten zu entlocken und für die Gegenwart festzuhalten. Die Geringschätzung der Fähigkeiten der zeitgenössischen Geschichtsschreiber diente ihm als Argument, um selbst zur Feder zu greifen und sich als Historiker zu betätigen. Er tat dies, da er selbst das Bild bestimmen wollte, das sich die Nachwelt von ihm und von seiner Regierungszeit machen sollte. Und er tat dies mit großem und lang anhaltendem Erfolg. Das wichtigste Mittel, um sich vor seinen Zeitgenossen und gegenüber der Nachwelt in Szene zu setzen, war seine Autorschaft, waren seine Schriften. Um diese Schriften soll es in diesem Buch gehen.
Diese Studie ist also keine Biografie Friedrichs II. Es geht nicht darum, zum wiederholten Male die Lebensgeschichte dieses Königs nachzuerzählen. Es geht vielmehr um die Frage, welche Bilder von ihm im Umlauf s…


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