Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Arbeits-, Wirtschafts- & Industriesoziologie
Herausgeber:
Campus Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:
08.11.2018
China hat einen atemberaubenden wirtschaftlichen Aufstieg erlebt. Das Land fordert heute die USA und ihre Verbündeten heraus - ökonomisch, militärisch und politisch. Doch der Aufstieg verläuft keineswegs reibungslos: Innenpolitisch kämpft die chinesische Staatsführung mit Überkapazitäten in der Industrie, wachsender Verschuldung, Korruption und sozialen Konflikten. Auf der globalen Ebene sieht sich China dem US-amerikanischen Militärbündnissystem, der Vorherrschaft des US-Dollars auf den Finanzmärkten und der Dominanz westlicher Technologie gegenüber. Das Buch untersucht die komplexe Machtverschiebung im Weltsystem und beschreibt, wie der systemische Umbruch zu wachsender Instabilität und Krisen führt.
»[S]ehr informative und gut arrangierte Studie« Stefan Fröhlich, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2019 »Stefan Schmalz hat ein beeindruckendes Werk vorgelegt [...]. Er meldet er sich mit eigener Stimme in einer Debatte zu Wort, in der Soziologen gegenwärtig eher nicht gehört werden. Das verdient größte Anerkennung und höchsten Respekt.« Klaus Dörre »Eine hervorragende wissenschaftliche Leistung []. Stefan Schmalz hat eine ebenso umfassende wie eindrucksvolle Analyse des Strukturwandels der globalen politisch-ökonomischen Verhältnisse erstellt.« Stephan Lessenich »Eine stets gut zugängliche politökonomische Studie, die sicherlich nicht nur für Chinabegeisterte von Interesse ist.« Armin Puller, Arbeiterkammer Wien Infobrief, 20.03.2019 »Legt man das Buch nach einer bedingt durch die Detail- und Faktendichte hohe Aufmerksamkeit erfordernden Lektüre aus der Hand, bleibt der Wunsch nach mehr Austausch zwischen soziologischen und politikwissenschaftlichen Modellbildungen zum chinesischen Wirtschaftsmodell und seiner Wechselwirkungen mit regionalen und globalen Ordnungsstrukturen. Der vorliegende Band hat das Potenzial, diesen Transfer und Dialog anzustoßen.« Nele Noesselt, Soziopolis, 19.06.2019 »Von der oft überschwänglichen Wachstumsrhetorik setzt sich Schmalz' Studie wohltuend ab, die auch gegenwärtige Probleme Chinas beleuchtet, etwa die Auswirkungen der Welt-Wirtschaftskrise. Zudem hinterfragt Schmalz die Nachhaltigkeit und Konkurrenzfähigkeit des chinesischen Modells und verweist etwa auf den militärischen und logistischen Nachholbedarf Chinas oder die fortbestehende globale Dominanz des US-Dollars.« Matthias Schmidt, Geographische Rundschau, 14.10.2019 »Machtverschiebungen ist ein beachtliches Werk, welches seinem ambitionierten Anspruch durchaus gerecht wird. Durch seine umfassende Analyse leistet es einen wichtigen Beitrag zum bestehenden Forschungsstand, der zwar die kapitalistische Entwicklung Chinas und dessen Eingliederung in globale Institutionen beleuchtet, aber in der aktuellen Diskussion nicht hinreichend mit den Dynamiken des globalen Kapitalismus verbunden hat. Dabei arbeitet das Buch in seiner Analyse gekonnt das Zwischenspiel zwischen der inneren Entwicklung Chinas, globalen Prozessen und auch relevanten Veränderungen in anderen Ländern heraus und präsentiert so eine faszinierende Coming-of-Age-Geschichte der heute zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt.« Johannes Petry, Politische Vierteljahresschrift, 14.11.2019
Autorentext
Stefan Schmalz, Dr. phil. habil., vertritt die Professur Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena.
Leseprobe
Vorwort Der Wandel Chinas zur Weltmacht wurde in den vergangenen Jahren von einer Reihe tiefer Krisen und schwerer politischer Konflikten begleitet. Das Anliegen des vorliegenden Buches, diesen Umbruch zu vermessen, erwies sich als ehrgeiziges Unterfangen, das mehrere Jahre in Anspruch nahm. Der Aufstieg Chinas verlief nicht nur in einer kometenhaften Geschwindigkeit, sondern er beeinflusste auch die unterschiedlichsten Bereiche der Weltpolitik und Weltwirtschaft, sodass immer wieder neue Untersuchungen notwendig wurden. Beim langen Marsch zur Fertigstellung des Manuskripts erhielt ich die Hilfe einer Fülle von Personen und auch verschiedener Institutionen. Bei dem Buch handelt es sich um eine aktualisierte und ergänzte Version meiner Habilitationsschrift, die am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingereicht wurde. Mein besonderer Dank gilt Klaus Dörre, der mich an verschiedenen Stellen bei dem Projekt unterstützt hat, und den weiteren Gutachtern Stephan Lessenich und Hans-Jürgen Bieling. Das Jenaer DFG-Kolleg Postwachstumsgesellschaften förderte die Arbeit mit einem Habilitationsabschlussstipendium. Die Erstellung des Buches war nur aufgrund verschiedener Auslandsaufenthalte möglich. Es ist mehr als ein Zufall, dass die ersten Skizzen der Habilitationsschrift im Spätsommer 2008, zum Zeitpunkt des Lehman-Brothers-Crashs, in Baltimore, einer stark deindustrialisierten Stadt an der US-amerikanischen Ostküste und die letzten Zeilen im Sommer 2014 in Guangzhou, dem Herzen des workshop of the world zu Papier gebracht wurden. Den Aufenthalt am Institute of Sociology der Johns Hopkins University in Baltimore im Herbst 2008 bei Giovanni Arrighi und Beverly Silver hatte Hans-Jürgen Burchardt ermöglicht. Die Zeit in Guangzhou am Institute of Reform & Development in the Pearl River Delta (PRD) an der Sun-Yatsen-Universität verdanke ich meinem Gastgeber Qiu Haixiong. Bei einem Forschungsaufenthalt in Peking im Jahr 2012 erhielt ich die Unterstützung von Lutz Pohle und Shi Xiaohu bei der Planung der Interviews. Die Überarbeitung und Aktualisierung des Manuskripts für die Buchpublikation erfolgte im Frühjahr 2018 am Centre de recherche interuniversitaire sur la mondialisation et le travail der Université de Montréal, wo mir Gregor Murray einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellte. Hinweise, Anmerkungen zum und Hilfe bei der Erstellung des Manuskripts oder einzelner Kapitel und Vorarbeiten zum Buch erhielt ich unter anderem von Dieter Boris, Florian Butollo, Matthias Ebenau, John Lütten, Vanessa Lux, Thomas Sablowski, Christoph Scherrer, Lea Schneidemesser, Jenny Simon, Tobias ten Brink, der Redaktion der Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft und dem Kolloquium des Arbeitsbereichs Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Marcel Müller erledigte ein sorgfältiges Lektorat. Allen genannten Personen gilt mein Dank. Gewidmet ist das Buch meinen beiden Söhnen Kilian und Jonas. Stefan Schmalz Guangzhou, September 2018 1 Der Aufstieg Chinas - eine Frage der Soziologie "Chinese people do not make trouble, but we are not cowards when involved in trouble. No foreign country should expect us to swallow the bitter fruit of damage to our sovereignty, security and development interests." Staatspräsident Xi Jinping zu den Territorialkonflikten im Südchinesischen Meer "How do you deal toughly with your banker?" Hillary Clinton, ehemalige US-Außenministerin zu China 1.1 Ein historischer Umbruch: Chinas Rückkehr auf die Weltbühne 1.1.1 Zwei konkurrierende Chinabilder Der Aufstieg Chinas zur Weltmacht ist in der heutigen Presselandschaft und in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion zu einem allgegenwärtigen Thema geworden. Eine schier unüberschaubare Bücherflut füllt die Regale manch einer Bibliothek, beinahe jede renommierte Tagesszeitung hat schon einen China-Schwerpunkt veröffentlicht. Dennoch wird selbst dem aufmerksamen Zeitungsleser nicht entgangen sein, dass sich an der Einschätzung, wie weit der Aufstieg Chinas in Weltpolitik und Weltwirtschaft wirklich reicht, die Geister scheiden. Auf der einen Seite stehen Positionen, die es als plausibel erachten, dass die Volksrepublik (VR) die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in naher Zukunft als Weltmacht Nummer eins ablösen könnte. Gut recherchierte Titel wie When China Rules the World. The End of the Western World and the Birth of a New Global Order (Jacques 2012), Der große Beutezug. Chinas stille Armee erobert den Westen (Cardenal/Araújo 2014) oder The Hundred Year Marathon. China's Secret Strategy to…
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