Nachhaltigkeit und Transition: Politik und Akteure. Transition écologique et durabilité: Politiques et acteurs

Nachhaltigkeit und Transition: Politik und Akteure. Transition écologique et durabilité: Politiques et acteurs

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783593507750
Genre:
Arbeits-, Wirtschafts- & Industriesoziologie
Herausgeber:
Campus Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:
31.07.2018

Hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt "Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung" versammeln diese Bände Beiträge in deutscher und französischer Sprache zu Konzepten der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition. Im Zentrum des ersten Bandes stehen ethische und epistemologische Fragen: Wie und für wen soll Nachhaltigkeit gestaltet werden? Wie sollen dabei die natürlichen Grenzen des Planeten und die Phänomene des Anthropozäns berücksichtigt werden? Außerdem wird diskutiert, wie diese Konzepte in verschiedenen Disziplinen - Geschichte, Soziologie, Geografie - reflektiert werden. Der zweite Band umfasst Analysen politischer, ökonomischer und sozialer Fragen, die bei der Formulierung und Umsetzung von Zielen des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition eine zentrale Rolle spielen. Hier werden auch wichtige Akteure, ihre Initiativen und Praktiken vorgestellt.

Hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt "Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung" versammeln diese Bände Beiträge in deutscher und französischer Sprache zu Konzepten der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition. Im Zentrum des ersten Bandes stehen ethische und epistemologische Fragen: Wie und für wen soll Nachhaltigkeit gestaltet werden? Wie sollen dabei die natürlichen Grenzen des Planeten und die Phänomene des Anthropozäns berücksichtigt werden? Außerdem wird diskutiert, wie diese Konzepte in verschiedenen Disziplinen - Geschichte, Soziologie, Geografie - reflektiert werden. Der zweite Band umfasst Analysen politischer, ökonomischer und sozialer Fragen, die bei der Formulierung und Umsetzung von Zielen des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition eine zentrale Rolle spielen. Hier werden auch wichtige Akteure, ihre Initiativen und Praktiken vorgestellt.

Autorentext
Anahita Grisoni ist Soziologin. Rosa Sierra ist Philosophin. Sie leiteten zusammen die Forschungsgruppe »Nachhaltigkeit« im Netzwerk »Saisir l'Europe Europa als Herausforderung«.

Leseprobe
Vorwort Europa steht heute vor Herausforderungen, die von vielen Zeitgenossen als historisch einzigartig betrachtet werden. Die Finanzkrise nach 2008 hat das Vertrauen in die Handlungsmacht der europäischen Institutionen wie in den Zusammenhalt der europäischen Staaten erschüttert; der gesellschaftliche und politische Umgang mit den Formen und Folgen intensivierter Migration sowie schließlich das Erstarken populistischer Bewegungen haben das Projekt der europäischen Integration in eine tiefe Repräsentations- und Legitimationskrise geraten lassen. Davon sind die Geistes- und Sozialwissenschaften nicht unberührt geblieben. Hatten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gerade aus diesen Fächern lange Zeit fortschreitende Europäisierung als Gewissheit angenommen und in ihren Forschungen die gedankliche Ordnung Europas sowie das Voranschreiten der Einigung nicht hinterfragt, so sehen auch sie sich heute neuen Herausforderungen gegenüber. Sind ihre Annahmen wachsender Verflechtung, " immer engerer Union " (wie es im Vertrag von Maastricht heißt) und einer entstehenden gemeinsamen europäischen Identität tatsächlich richtig? Der vorliegende Band ist Teil einer Reihe, die aus dem Projekt " Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung " hervorgegangen ist. In diesem Projekt haben von 2012 bis 2017 sieben französische und deutsche Forschungsinstitutionen in einem Verbund zusammengearbeitet: die Humboldt-Universität zu Berlin, die Goethe-Universität Frankfurt, das Centre Marc Bloch in Berlin, das Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne (CIERA), das Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales in Frankfurt, das Deutsche Historische Institut Paris und die Fondation Maison des sciences de l'homme Paris. Darüber hinaus haben auch zahlreiche Partner-Institutionen in Frankreich und Deutschland mitgewirkt. Thematisch geht es in dem Vorhaben um einen neuen Zugriff auf die drängenden Probleme Europas. Dabei sind wir nicht von den politischen Fragestellungen des ins Stocken geratenen Einigungsprozesses ausgegangen. Vielmehr haben wir uns entschlossen, drei zentrale Themen aufzugreifen, mit denen derzeit die Gesellschaften Europas konfrontiert sind und deren Behandlung für die Zukunft des Kontinents von entscheidender Bedeutung ist: die Entwicklung des Sozialstaats und der sozialen Sicherung, die Frage der Nachhaltigkeit mit ihren Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Lebensform, schließlich die Probleme der Gewalt und Gewaltanwendung insbesondere in Ballungsräumen und städtischen Zentren. Zu jedem dieser drei Themen hat sich eine Forschungsgruppe konstituiert, die im Wesentlichen selbständig gearbeitet, zugleich aber die Querverbindungen zu den beiden anderen Gruppen gepflegt hat. Die konkrete Arbeit der drei Gruppen wurde jeweils von einem Tandem aus einem deutschen und einem französischen Postdoc geleitet, die auf diese Weise auch einen wesentlichen Anteil an der Ausbildung der Doktoranden geleistet haben. Das Projekt zeichnet sich durch eine Reihe von Merkmalen aus, deren Bündelung es von klassischen Forschungsvorhaben in den Geistes- und Sozialwissenschaften abhebt. Dazu gehören unter anderem: die durchgehende Mischung der Generationen von Doktoranden, Postdoktoranden und Senior Researchers, die durchgehende Kombination von Interdisziplinarität und Internationalität, die Verbindung von Forschung und Forschungsausbildung sowie die dichte Vernetzung von im deutsch-französischen Feld aktiven wissenschaftlichen Einrichtungen, die bisher noch nie so eng miteinander kooperiert haben. Für ein solches, auf fünf Jahre veranschlagtes Forschungsnetzwerk von dieser Größenordnung (insgesamt über 60 beteiligte Wissenschaftler) gab es in der deutschen und der französischen Forschungslandschaft keine einschlägigen Förderungsträger. Deshalb haben sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministère de l'enseignement supérieur et de la recherche zu einer Grundfinanzierung entschlossen, für die ihnen großer Dank geschuldet ist. Die beteiligten Institutionen haben ihrerseits eigene Mittel bereitgestellt. Weitere Mittel zur Durchführung der Gruppenarbeit konnten bei der Deutsch-französischen Hochschule eingeworben werden, der wir ebenfalls zu Dank verpflichtet sind. Der deutsch-französische Kern des Projekts ist kein Selbstzweck. Er funktioniert als Ausgangspunkt und erster Schritt zur Internationalisierung, vor allem für die Jüngeren unter den beteiligten Wissenschaftlern, zu denen im Übrigen auch Doktoranden und Postdoktoranden aus anderen Ländern wie Großbritannien und Italien oder aus Lateinamerika gehören. Internationalisierung bedeutet hier nicht nur Mehrsprachigkeit, sondern auch Kenntnis verschiedener akademischer Kulturen, Sensibilität für die Pluralität der methodischen Ansätze und vor allem reflexiver Umgang mit den eigenen Ausgangspositionen und mit den spezifischen disziplinären Vorgaben. Für alle diese notwendigen Ingredienzien gelungener Internationalisierung von europäischen Geistes- und Sozialwissenschaften - das hat sich auch wieder bei " Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung " bestätigt - ist die deutsch-französische Konstellation ein besonders fruchtbares Feld. Die Arbeit an den analytischen Kategorien, die Auseinandersetzung mit der historischen Dimension des Zugangs auch zu aktuellen Fragen, schließlich die politischen Referenzen der Europa-Diskussionen erscheinen im deutsch-französischen Prisma in einprägsamer Schärfe, auch und gerade dann, wenn andere Positionen mitgedacht werden müssen. Europäische Forschung ist, das zeigt auch " Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung ", ein Polylog, der auf einem dialogischen Prinzip aufbaut. Das soll in den Bänden dieser Reihe exemplarisch vorgeführt werden. Gabriele Metzler und Michael Werner Sprecher des Forschungsnetzwerks " Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung " Préface Pour nombre de contemporain…


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