Intelligenz

Intelligenz

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783593518725
Genre:
20. Jahrhundert (bis 1945)
Autor:
Susanne Schregel
Herausgeber:
Campus Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:
18.12.2025

Am Thema der »Intelligenz« entzündeten sich seit dem späten 19. Jahrhundert immer wieder weitreichende und kontroverse öffentliche Debatten um Praktiken, Regeln und Lehren der Unterscheidung. Susanne Schregel gibt erstmals eine Geschichte dieser breitenwirksamen Auseinandersetzungen um die Intelligenz von Menschen, Tieren und Maschinen in Großbritannien und Deutschland (18801990). Dabei zeigt sie, dass es in den oft leidenschaftlich geführten Disputen nicht nur um Intelligenz allein, sondern auch viel grundsätzlicher darum ging, wie eigentlich Differenz, (Un)Gleichheiten und prinzipielle Andersartigkeiten zu verstehen und zu attribuieren seien. Historiografisch rückt auf diese Weise die Veränderlichkeit und Konflikthaftigkeit des Sozialen selbst in den Mittelpunkt.

Autorentext
Susanne Schregel ist Geschichtswissenschaftlerin und habilitierte sich 2025 an der Universität zu Köln.

Klappentext
Am Thema der 'Intelligenz' entzündeten sich seit dem späten 19. Jahrhundert immer wieder weitreichende und kontroverse öffentliche Debatten um Praktiken, Regeln und Lehren der Unterscheidung. Susanne Schregel gibt erstmals eine Geschichte dieser breitenwirksamen Auseinandersetzungen um die Intelligenz von Menschen, Tieren und Maschinen in Großbritannien und Deutschland (1880-1990). Dabei zeigt sie, dass es in den oft leidenschaftlich geführten Disputen nicht nur um Intelligenz allein, sondern auch viel grundsätzlicher darum ging, wie eigentlich Differenz, (Un)Gleichheiten und prinzipielle Andersartigkeiten zu verstehen und zu attribuieren seien. Historiografisch rückt auf diese Weise die Veränderlichkeit und Konflikthaftigkeit des Sozialen selbst in den Mittelpunkt.

Inhalt
1. Einleitung .......................................................15 1.1. Breitenwirksame Debatten um Intelligenz als Untersuchungsgegenstand ...................................17 1.2. Warum Unterscheidungen zählen ............................19 1.3. Zur Analyseperspektive: Unterscheidungspraktiken, -regeln und -lehren .................................................21 1.4. Zur Anlage der Untersuchung ................................23 1.5. Forschungsliteratur zur Intelligenz ...........................25 1.6. Wissens- und Sozialgeschichte in der Verbindung ..............30 1.7. Verwendete Quellen und ihre Auswertung .....................32 1.8. Kapitelübersicht ............................................37 2. Quantitativ, nicht qualitativ verschieden: Tierintelligenz und die Mensch/Tier-Unterscheidung im späten 19. Jahrhundert .............43 2.1. Gott, Engel, Mensch und Tier: Variable Unterscheidungen in der längeren Perspektive ........................................44 2.2. Kontroversen um die Tierintelligenz: Großbritannien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ...........................47 Plädoyers für die Tierintelligenz: Im Schnittfeld von Wissenschaft und breitenwirksamer Debatte ...............................48 Tierintelligenz auf dem Prüfstand: Gegenreden und Kämpfe um Wissensansprüche ..........................................57 2.3. Tierintelligenz im Kaiserreich (1880-1914) .....................61 Forschende Schmetterlinge und intelligente Vögel: Die Intelligenz der Tiere im späten 19. Jahrhundert ...........................62 'Blühender Unsinn'? Sprechende Tiere als Kulminationspunkt ..70 2.4. Die Produktivität von Tierintelligenz-Debatten für Unterscheidungspraktiken (GB und D) ........................75 2.5. Folgen für tradierte Praktiken, Regeln und Lehren der Unterscheidung (GB und D) ..................................81 Zwischenfazit ....................................................87 3. Die Psychologisierung der Intelligenz(en) und die Unterscheidung von Menschen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ......................93 3.1. Vielfalt und Einheit des Denkerischen: Großbritannien im 19. und frühen 20. Jahrhundert ...............................94 Menschliches Denkvermögen und 'intelligence' bis 1900 .......94 Von 'Kinds of Intelligence' zur 'General Intelligence'? Wissenschaftliche Perspektiven im frühen 20. Jahrhundert .....98 3.2. Das Denkerische und menschliche 'Intelligenz': Deutschland zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert ........................100 '[E]ine reiche Auswahl von Prädicaten': Perspektiven und Begriffe im 19. Jahrhundert ..................................100 Menschliche 'Intelligenz' in Psychologie und Jugendforschung (1890-1918) .................................105 3.3. Der Binet-Simon-Test in Großbritannien ......................108 Ziel, Durchführung und Resultatberechnung: Einige Grundlagen 108 Die britische Rezeption des Binet-Simon-Tests ................111 3.4. Intelligenzprüfungen und Begabtenauslesen in Deutschland bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ..............................115 3.5. 'Intelligenzalter' und 'Intelligenzquotient': Neue Unterscheidungsmöglichkeiten (GB und D) ....................119 3.6. Verknüpfungen der Intelligenz mit anderen Unterscheidungskategorien (GB und D) .......................128 Zwischenfazit ....................................................135 4. 'Embarrassingly popular': Verbreitung und Kritik der Intelligenz(messung) (ca. 1920-1933/40) ............................137 4.1. '[A] cult and a quest and a watchword'? Humanintelligenz in Großbritannien (1920-1940) ..................................139 4.2. '[A]ngenehmes Rätselraten': Menschliche Intelligenz und Begabung in der Weimarer Republik (1919-1933) ...............152 4.3. '[T]ests rather of obedience [...] than of intelligence': Intelligenztestkritik in Großbritannien (1920 bis 1940) ..........164 4.4. Gegen das 'Begabungshoroskop': Deutsche Intelligenz(test)kritik (1919-1933) .............................168 Zwischenfazit ....................................................176 5. Auf der 'Verstandeswaage': Intelligenzaufgaben und Selbsttests zu Unterhaltung und 'Training' (1920-1933/40) ........................179 5.1. Intelligenz-Selbsttests und Intelligenzaufgaben in der Weimarer Republik (1925-1933) .........................................180 Intelligenz-Selbsttests in Zeitungen und Zeitschriften ..........181 Das Selbsttest-Buch Prüfe Deine Intelligenz (1926) ................184 Radio: 'Intelligenzprüfung mit Selbstbeteiligung der Hörerschaft' (1929) ..........................................192 5.2. Populäre Intelligenzaufgaben und Selbsttests in Großbritannien (1920-1940) ..................................195 Intelligenzaufgaben in Zeitungen .............................195 'Are You a Genius?' Eigenständig publizierte Selbsttests für Erwachsene .............................................197 Ein 'experiment in listener participation ': Intelligenz- Selbsttests im Radio (1938) ...................................203 5.3. Themen und Motivationen populärer Intelligenzaufgaben und Selbsttests (GB und D) .......................................208 5.4. 'Determines your standard of intelligence, if any': Mögliche Präsentationen der Ergebnisse (GB und D) ....................212 Zwischenfazit ....................................................218 6. Negationen und Transformationen von Intelligenz im Nationalsozialismus (1933-1945) ....................................221 6.1. Die Zerstörung der Weimarer Intelligenz- und Begabungsforschung (1933/34) ................................222 6.2. Reinterpretationen der Intelligenz im populären und politischen Diskurs (1933-1939) ..........................................226 6.3. 'Eine Allgemeinintelligenz [...] gibt es nicht' - Positionierungen der Intelligenz- und Begabungsforschung (1933-1944) ..........233 6.4. Intelligenztests als 'negative Auslese' unter 'völkischem Gesichtspunkt' (1933-1944) .......................238 6.5. Die Relativierung des Denkvermögens in Auswahlverfahren (1933-1941) .................................................243 6.6. Verfahren einer 'positiven Auslese' unter rassenpolitischen Vorzeichen (1933-1944)…


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