Genre:
Politikwissenschaft
Erscheinungsdatum:
21.05.2004
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 1,0, Freie Universitt Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Anfnge der modernen Genossenschaften liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der groe Unterschied zwischen diesen modernen Genossenschaften und bisherigen kooperativen Vereinigungen, welche vor allem auf stndischer, nachbarschaftlicher oder sippenmiger Verbundenheit beruhten, zeigt sich in der primr wirtschaftlichen Ausrichtung der modernen Genossenschaften. Die bisherigen kooperativen Zusammenschlsse wie z.B. die Znfte waren dagegen vor allem Wirtschafts- und Lebensgemeinschaften. 1 Das besondere an Genossenschaften ist zudem, dass sie einen 3. Sektor/eine 3. Ordnung als Weg zwischen Plan- und Marktwirtschaft - also der Gegensatz zwischen privater und kollektiver Verfgbarkeit - darstellen. In der heutigen Zeit werden Genossenschaften allerdings eher als Teil des marktwirtschaftlichen System betrachtet, wobei dennoch der kollektive Charakter der Genossenschaften sie mehr als ffentliche Unternehmen denn als privatwirtschaftlich-einzelwirtschaftliche Unternehmen innerhalb des Marktwettbewerbs erscheinen lsst.2 Trotz dieser Sonderstellung innerhalb des konomischen Systems unterliegt das Genossenschaftswesen im westlichen Europa einer tiefen Identittskrise. Im ffentlichen Bewusstsein haben die Genossenschaften nur einen geringen Stellenwert. hnliches gilt fr die osteuropischen Lnder, in denen die Genossenschaften vielfach als Altlasten angesehen werden, die als ehemaliges Werkzeug der Planwirtschaft und z.T. als Zufluchtssttte fr Angehrige der ehemals Herrschenden gelten. 3 Gleichzeitig haben die Genossenschaften eine quantitativ nicht zu vernachlssigende Bedeutung im Wirtschaftsleben. In der Bundesrepublik Deutschland gab es zum Jahrtausendwechsel 9484 Genossenschaften mit 19,9 Millionen Mitgliedern, die 467.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschftigten und einen Gesamtumsatz von 243 Milliarden DM erreichten. [...] 1 Vgl. Todev, Tode; Paulesich, Reinhard; Brazda, Johann: Genossenschaften im Umbruch. Chancen und Risiken der Genossenschaften in West- und Osteuropa. Forschungsberichte des Instituts fr Betriebswirtschaftslehre der Universitt Wien. Wien 1992, S. 1. 2 Vgl. Todev/Paulesich/Brazda, a.a.O., S. 9. Kluthe, Klaus: Genossenschaften und Staat in Deutschland. Systematische und historische Analysen deutscher Genossenschaftspolitik bezogen auf den Zeitraum 1914 bis zur Gegenwart. Berlin 1985, S. 43 ff. 3 Vgl. Todev/Paulesich/Brazda, a.a.O., im Vorwort ohne Seitenzahl.
Zusammenfassung
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politisches System Deutschlands, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Anfänge der modernen Genossenschaften liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der große Unterschied zwischen diesen modernen Genossenschaften und bisherigen kooperativen Vereinigungen, welche vor allem auf ständischer, nachbarschaftlicher oder sippenmäßiger Verbundenheit beruhten, zeigt sich in der primär wirtschaftlichen Ausrichtung der modernen Genossenschaften. Die bisherigen kooperativen Zusammenschlüsse wie z.B. die Zünfte waren dagegen vor allem Wirtschafts- und Lebensgemeinschaften. 1 Das besondere an Genossenschaften ist zudem, dass sie einen 3. Sektor/eine 3. Ordnung als Weg zwischen Plan- und Marktwirtschaft also der Gegensatz zwischen privater und kollektiver Verfügbarkeit darstellen. In der heutigen Zeit werden Genossenschaften allerdings eher als Teil des marktwirtschaftlichen System betrachtet, wobei dennoch der kollektive Charakter der Genossenschaften sie mehr als öffentliche Unternehmen denn als privatwirtschaftlich-einzelwirtschaftliche Unternehmen innerhalb des Marktwettbewerbs erscheinen lässt.2 Trotz dieser Sonderstellung innerhalb des ökonomischen Systems unterliegt das Genossenschaftswesen im westlichen Europa einer tiefen Identitätskrise. Im öffentlichen Bewusstsein haben die Genossenschaften nur einen geringen Stellenwert. Ähnliches gilt für die osteuropäischen Länder, in denen die Genossenschaften vielfach als Altlasten angesehen werden, die als ehemaliges Werkzeug der Planwirtschaft und z.T. als Zufluchtsstätte für Angehörige der ehemals Herrschenden gelten. 3 Gleichzeitig haben die Genossenschaften eine quantitativ nicht zu vernachlässigende Bedeutung im Wirtschaftsleben. In der Bundesrepublik Deutschland gab es zum Jahrtausendwechsel 9484 Genossenschaften mit 19,9 Millionen Mitgliedern, die 467.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigten und einen Gesamtumsatz von 243 Milliarden DM erreichten. [...] 1 Vgl. Todev, Tode; Paulesich, Reinhard; Brazda, Johann: Genossenschaften im Umbruch. Chancen und Risiken der Genossenschaften in West- und Osteuropa. Forschungsberichte des Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Universität Wien. Wien 1992, S. 1. 2 Vgl. Todev/Paulesich/Brazda, a.a.O., S. 9. Kluthe, Klaus: Genossenschaften und Staat in Deutschland. Systematische und historische Analysen deutscher Genossenschaftspolitik bezogen auf den Zeitraum 1914 bis zur Gegenwart. Berlin 1985, S. 43 ff. 3 Vgl. Todev/Paulesich/Brazda, a.a.O., im Vorwort ohne Seitenzahl.
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